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8/12 – Volksfest Vilshofen: Lichtkunst erinnert an die Wurzeln von 1861

Lasershows am Stadtplatz Vilshofen zum Jubiläumsjahr - 1250 Jahre Vilshofen

8/12 – Lichter der Erntezeit

Volksfest & Berufsschulzentrum

Mit „Lichter der Erntezeit“ richtet sich der achte Lichtmoment im Jubiläumsjahr 1250 Jahre Vilshofen an der Donau auf einen Ort, der seit Generationen fest mit Freude, Begegnung und Tradition verbunden ist: das Vilshofener Volksfest.

Lichtkünstler Andreas Juergens von ACLS Lasershow und Lichtkunst gestaltet für das Jubiläumsjahr zwölf besondere Lichtkunst-Aktionen in Vilshofen. Nach Momenten am Stadtplatz, an der Brücke, im Ginkgopark und weiteren Orten der Stadt führt dieser Teil nun bewusst zum Volksfestplatz – dorthin, wo Geschichte nicht still im Archiv liegt, sondern jedes Jahr aufs Neue lebendig wird.

Eine Fassade wird zum leuchtenden Erntebild

Für „Lichter der Erntezeit“ wird das Berufsschulzentrum, hoch über dem Festplatz, zur großen Projektionsfläche. Auf der Fassade erscheinen riesige Zahlen, grafische Formen und Bildmotive von Ähren, Feldern und Korn. Die Architektur wird dabei nicht einfach beleuchtet, sondern in eine leuchtende Erzählfläche verwandelt.

Zwischen den Bildern blitzen helle Funken auf – wie ein Echo von Feuerwerk, Festfreude und Sommernacht. Die Projektion verbindet die bäuerlichen Ursprünge des Volksfestes mit der heutigen Festatmosphäre. Aus Zahlen, Licht, Erntezeichen und Bewegung entsteht ein visuelles Festbild, das Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmelzen lässt.

So erinnert 8/12 – Lichter der Erntezeit daran, dass das Volksfest nicht nur ein Ort des Feierns ist, sondern auch ein Stück Stadtgeschichte: gewachsen aus Landwirtschaft, Handwerk, Donauleben und Gemeinschaft – und im Jubiläumsjahr 2026 neu sichtbar gemacht durch Licht.

Vom landwirtschaftlichen Distriktfest zum Volksfest

Die Wurzeln des Vilshofener Volksfestes reichen bis ins Jahr 1861 zurück. Nach Angaben der Stadt Vilshofen lässt sich die Tradition des heutigen Volksfestes auf landwirtschaftliche Distriktfeste mit Viehprämierung und Schiffer-Wettfahren zurückführen. Diese Feste waren weit mehr als reine Unterhaltung: Sie waren Leistungsschau, Treffpunkt, Marktgeschehen und gesellschaftliches Ereignis zugleich. Bauern, Handwerker, Schiffer, Händler und Familien kamen zusammen, um zu sehen, zu staunen, zu vergleichen und natürlich auch zu feiern. :contentReference[oaicite:0]{index=0}

Man kann sich gut vorstellen, wie damals die besten Tiere herausgeputzt wurden, wie über Ernten, Wetter, Preise und neue Geräte gesprochen wurde und wie der Festtag für viele Menschen ein besonderer Höhepunkt im Jahreslauf war. Zwischen Stolz auf die eigene Arbeit, bäuerlicher Tradition und der Nähe zur Donau entwickelte sich langsam das, was Vilshofen bis heute kennt: ein Volksfest als Ort der Begegnung.

Auch die Donau spielte dabei eine eigene Rolle. Die Stadt nennt ausdrücklich die Schiffer-Wettfahren als Teil dieser frühen Festtradition. Damit verbindet sich das Volksfest nicht nur mit der Landwirtschaft, sondern auch mit der Flussgeschichte Vilshofens – mit Arbeit, Handwerk, Bewegung und dem Leben an der Donau. :contentReference[oaicite:1]{index=1}

Projektion über dem Volksfest Vilshofen