„Lichtbrücke Schweiklberg – Zwischen Himmel, Stadt und Hoffnung“
10/12 – Lichtbrücke Schweiklberg: „Ein grüner Strahl der Hoffnung“
Im Oktober entsteht über Vilshofen ein besonderes Zeichen aus Licht: Zwischen dem Kloster Schweiklberg und der Stadtkirche spannt sich ein grüner Laserstrahl – eine Lichtbrücke über der Stadt.
Diese Brücke aus Licht verbindet zwei Orte, die für Vilshofen eine besondere Bedeutung haben: das hoch über der Stadt gelegene Kloster Schweiklberg und die Kirche im Herzen der Stadt. Der grüne Strahl steht für Hoffnung, Glaube, Orientierung und Verbundenheit. Er macht sichtbar, was sonst oft unsichtbar bleibt: die geistige, kulturelle und historische Verbindung zwischen Stadt, Kloster und Menschen.
Lichtbrücke als Zeichen von Hoffnung und Verbundenheit
Die Installation „Lichtbrücke Schweiklberg“ arbeitet mit einem klaren, reduzierten Bild: Ein einzelner grüner Laserstrahl überspannt den Raum zwischen Kloster und Stadt. Gerade durch diese Einfachheit entsteht seine Kraft. Die Linie wird zum Symbol – für einen Weg, für eine Verbindung, für Hoffnung und für das Vertrauen, dass Licht auch über Distanz hinweg Orientierung geben kann.
Als Lichtkünstler interessiert mich dabei nicht nur der spektakuläre Moment. Die Lichtbrücke soll nicht einfach ein Effekt am Himmel sein, sondern ein poetisches Bild für die besondere Beziehung zwischen Schweiklberg und Vilshofen. Sie macht den Stadtraum selbst zur Bühne und lässt die Besucher die Stadt aus einer neuen Perspektive erleben.
1904 – eine Jahreszahl leuchtet über Vilshofen
Ein besonderer Bestandteil der Installation ist die Zahl 1904, die auf dem Dach des Klosters sichtbar werden soll. Sie erinnert an das Gründungsjahr von Schweiklberg und verweist auf den Beginn einer Geschichte, die Vilshofen bis heute prägt.
Während der grüne Strahl die Verbindung zur Stadt herstellt, macht die leuchtende Jahreszahl die historische Tiefe sichtbar. So entsteht ein Zusammenspiel aus Licht, Ort und Erinnerung: Das Kloster wird nicht nur angestrahlt, sondern als geschichtlicher Bezugspunkt in das Jubiläumsjahr 1250 Jahre Vilshofen eingebunden.
Ein grüner Strahl als stilles, starkes Bild
Grün ist die Farbe der Hoffnung, des Wachstums und des Lebens. In der Installation wird der grüne Laserstrahl zu einem stillen, aber weithin sichtbaren Zeichen. Er verbindet Himmel und Stadt, Berg und Tal, Kloster und Kirche.
Die „Lichtbrücke Schweiklberg“ lädt dazu ein, kurz innezuhalten und den vertrauten Stadtraum neu wahrzunehmen. Sie erzählt keine Geschichte mit vielen Worten, sondern mit einer einzigen leuchtenden Linie. Gerade dadurch entsteht ein starkes Bild für das Jubiläumsjahr: Vilshofen als Stadt der Geschichte, der Verbindung und des Lichts.
Lichtkunst von Andreas Juergens
Die Installation wird von Lichtkünstler Andreas Juergens von ACLS Lasershow gestaltet. Seine Arbeiten verbinden moderne Lasertechnik mit künstlerischer Aussage, historischer Recherche und ortsbezogener Inszenierung.
Auch bei der „Lichtbrücke Schweiklberg“ steht nicht der reine Showeffekt im Vordergrund, sondern die künstlerische Verdichtung eines Ortes. Der Laser wird zur Linie im Stadtraum, zur Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und zu einem Zeichen der Hoffnung über Vilshofen.
Historische Hintergründe - zur Lichtbrücke Schweiklberg
Kloster Schweiklberg – hoch über der Stadt
Wer von Vilshofen aus zum Schweiklberg hinaufschaut, sieht die mächtige Klosteranlage schon von weitem. Fast wirkt sie, als stünde sie seit Jahrhunderten über der Stadt. Gerade darin liegt eine spannende Besonderheit: Schweiklberg sieht aus wie ein sehr altes Kloster, ist aber vergleichsweise jung.
Im Jahr 1904 erwarben die Missionsbenediktiner von St. Ottilien das sogenannte Schweiklgut. Bereits im Januar 1905 ließen sich der spätere Abt Cölestin Maier und fünf weitere Mönche auf dem Schweiklberg nieder. Aus diesem Anfang wuchs rasch eine bedeutende Klosteranlage mit Kirche, Schule, Internat, Werkstätten und geistlichem Leben.
1914 wurde Schweiklberg zur Abtei erhoben. Damit wurde aus dem jungen Kloster ein Ort mit großer Ausstrahlung – religiös, kulturell und gesellschaftlich. Bis heute prägen die Türme der Abteikirche das Bild von Vilshofen und erinnern daran, dass Stadtgeschichte nicht nur im Tal, sondern auch auf den Höhen geschrieben wurde.
Vom Schweiklgut zur Abtei – eine Geschichte mit Aufbruchskraft
Die Geschichte Schweiklbergs beginnt nicht mit einer fertigen Klosteranlage, sondern mit einem Aufbruch. Aus einem Gut auf dem Berg entwickelte sich ein geistliches Zentrum. Die ersten Mönche kamen nicht in eine vollendete Welt, sondern mussten aufbauen, gestalten und Zukunft schaffen.
Gerade dieser Anfang passt besonders gut zur Symbolik der Lichtbrücke. Auch sie erzählt von einem Weg: vom Dunkel zum Licht, vom einzelnen Ort zur Verbindung, von der Vergangenheit in die Gegenwart. Das Kloster Schweiklberg steht damit nicht nur für Glauben, sondern auch für Mut, Bildung, Arbeit und Beständigkeit.
Eine reizvolle historische Pointe liegt darin, dass Schweiklberg heute auf viele Besucher fast wie ein mittelalterliches Kloster wirkt. Tatsächlich entstand es aber erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die starke architektonische Wirkung, die Lage über der Stadt und die markanten Türme haben Schweiklberg dennoch zu einem festen Wahrzeichen Vilshofens gemacht.
Glaube, Stadt und Geschichte im Jubiläumsjahr 1250 Jahre Vilshofen
Im Jubiläumsjahr 1250 Jahre Vilshofen fragt die Reihe der Lichtkunstaktionen danach, welche Orte, Geschichten und Erinnerungen die Stadt geprägt haben. Schweiklberg nimmt darin eine besondere Rolle ein. Das Kloster steht für Spiritualität, Bildung, internationale Verbundenheit und den Blick über die Stadt hinaus.
Die Lichtbrücke zwischen Kloster und Stadtkirche zeigt diese Verbindung auf eine sehr direkte Weise. Sie macht deutlich: Vilshofens Geschichte besteht nicht nur aus Mauern, Straßen, Handel und Flusslandschaft. Sie ist auch geprägt von Glauben, Hoffnung, Gemeinschaft und Orten, an denen Menschen Orientierung gesucht und gefunden haben.
Zwölf Lichtinstallationen – zwölf Monate – zwölf Kapitel einer Stadtgeschichte in Licht
Startseite 1250 Jahre Vilshofen an der Donau.
1. Januar – „Zahlenblume“ auf dem Stadtturm! Eine Projektion der Jubiläumszahlen als bunte, sich drehende Blüte.
2. Februar - „Zeittunnel“ - Die Vils als mystischer Lichtraum.
3. März - „Turm aus Licht und Erinnerung“ - Stadtpfarrkirche St. Johannes derTäufer
4. April - „Historisches Kino“ jeden Abend im April in der Donaugasse
5. Mai - "Geteiltes Blatt – Vereint im Licht" im Ginkgopark
6 und 7 Juni und Juli - Lasershow am Stadtplatz Vilshofen
8. August - "Lichter der Erntezeit" Lickunst auf dem Volksfest
9. Septemper - Donaugasse Leuchtendes Band der Stadtgeschichte „Zwischen Maut, Wasser und Erinnerung“