Donaugasse Leuchtendes Band der Stadtgeschichte 1250 Jahre Vilshofen
9/12 – Donaugasse: Zwischen Maut, Wasser und Erinnerung
Interaktive Lichtkunst zu 1250 Jahre Vilshofen
Nur am Samstag 26.09.2026 ab 19:30 Uhr.
Mit 9/12 – Donaugasse: Zwischen Maut, Wasser und Erinnerung wird die Reihe der besonderen Lichtkunst-Erlebnisse zu 1250 Jahre Vilshofen an der Donau fortgesetzt. Nach dem Zeittunnel, dem Ginkgopark und weiteren Lichtmomenten wird nun die Donaugasse selbst zum leuchtenden Band der Stadtgeschichte.
Lichtflächen, bewegte Schatten und die Besucherinnen und Besucher werden Teil einer interaktiven Lichtinstallation. Die Donaugasse erzählt dabei von Schiffern und Wirten, vom Mauthaus von 1531, von der Kraft der Donau und vom historischen Hochwasser von 1595. Ein poetisches Erlebnis aus Licht, Geschichte und Bewegung – mitten in Vilshofen und nur am Samstag 26.09.2026 zu erleben.
Die Donaugasse wird zum leuchtendem Band der Stadtgeschichte
Mit „9/12 – Donaugasse: Zwischen Maut, Wasser und Erinnerung“ wird die Donaugasse im September zu einem besonderen Ort der Lichtkunst im Jubiläumsjahr 1250 Jahre Vilshofen. Die Gasse erscheint dabei nicht einfach als Kulisse, sondern als lebendiger Erinnerungsraum – als ein leuchtendes Band, in dem sich Vergangenheit, Gegenwart und Bewegung miteinander verbinden.
Die Besucher werden Teil der Lichtinstallation
Im Zentrum der Installation stehen die Besucherinnen und Besucher selbst. Durch Lichtflächen über dem Boden entstehen Schatten, die sich mit jedem Schritt verändern. Wer durch die Donaugasse geht, wird damit selbst Teil des Kunstwerks. Die eigenen Bewegungen schreiben das Lichtbild immer wieder neu – so wie auch die Menschen über Jahrhunderte das Bild der Stadt mit ihrem Leben, ihrer Arbeit, ihren Wegen und Begegnungen geprägt haben.
1531 – Das Mauthaus als Lichtgrenze
Die Lichtkunst arbeitet bewusst mit den historischen Schichten dieses Ortes. Eine zentrale Jahreszahl ist 1531: In diesem Jahr wurde das ehemalige Mauthaus in der Donaugasse errichtet. Dort wurden Waren, Reisende und Schiffer kontrolliert, als Vilshofen eine wichtige Grenz- und Mautstelle zwischen Bayern und dem Hochstift Passau war.
In der Installation wird dieser Gedanke durch Licht als Grenze, Durchgang und Spur aufgegriffen. Die Besucherinnen und Besucher bewegen sich durch das Licht wie einst Händler, Schiffer, Wirte und Reisende durch die Gasse.
Lichtflächen, Fischschatten und die Erinnerung an die Donau
Eine Lichtfläche liegt knapp über dem Boden und macht den Weg durch die Donaugasse körperlich erfahrbar. Man geht nicht nur durch eine Straße, sondern gleichsam durch eine Schicht aus Licht und Erinnerung. Die Schatten der Menschen werden zu flüchtigen Figuren der Stadtgeschichte – zu Spuren all jener, die hier ankamen, warteten, handelten, einkehrten oder weiterzogen.
Darüber entsteht eine zweite Ebene: Auf Höhe der im Sommer über die Gasse gespannten Fische treffen Licht und Bewegung aufeinander. Die Fische werfen durch den Wind wechselnde Schatten und lassen ein lebendiges, fast wasserartiges Bild entstehen. So wird die Donau symbolisch in die Donaugasse zurückgeholt – als Fluss, als Lebensader, als Weg für Schiffer, Händler und Geschichten.
1595 – Die Hochwasserlinie als leuchtende Erinnerung
In einem besonderen Zyklus verändert sich die Stimmung der Installation. Die Lichtfläche am Boden verschwindet langsam, während eine neue Lichtlinie in etwa 3,30 Metern Höhe erscheint. Sie erinnert an das verheerende Hochwasser von 1595. Damals stand das Wasser in Vilshofen so hoch, dass diese Marke bis heute als eindrucksvolles Zeichen für die Macht der Donau überliefert ist.
Für einen Moment wird Geschichte nicht nur erzählt, sondern räumlich spürbar: Die Besucherinnen und Besucher stehen unter der leuchtenden Hochwasserlinie und erleben, wie bedrohlich nah das Wasser der Stadt einst kam.
Lichtkunst als lebendige Stadtgeschichte
So verbindet die Installation die Jahreszahlen 1531 und 1595 mit der Gegenwart: das Mauthaus als Zeichen für Handel, Grenze und Kontrolle – das Hochwasser als Erinnerung an die Kraft der Donau. Zwischen diesen historischen Polen entsteht ein Lichtkunstwerk, das die Donaugasse als Ort von Bewegung, Begegnung, Gefahr und Erinnerung sichtbar macht.
Die Donaugasse wird damit zu einem Raum, in dem Licht, Schatten, Wind und Bewegung gemeinsam erzählen: von Menschen, vom Wasser, vom Handel, vom Warten, vom Weiterziehen und von der langen Geschichte einer Stadt, die seit 1250 Jahren von ihren Bewohnerinnen und Bewohnern geprägt wird.
Historische Hintergründe - zur Lichtkunst im Ginkgopark.
Die Donaugasse als Straße der Schiffer, Wirte und Geschichten
Die Donaugasse in Vilshofen war nie nur eine Straße. Sie war Ankunftsort, Kontrollpunkt, Geschäftsraum, Wirtshausgasse, Hochwasserzone und Erinnerungsort zugleich. Ihre Geschichte ist eng mit der Lage Vilshofens an Donau und Vils verbunden – und damit mit allem, was eine Stadt über Jahrhunderte lebendig macht: Handel, Verkehr, Arbeit, Gefahr, Gastfreundschaft und Begegnung.
Schiffer, Händler und Wirte in der Donaugasse
Schon früh spielte Vilshofen als Ort an den Wasserwegen eine wichtige Rolle. Schiffer kamen hier an Land, Waren wurden kontrolliert, Menschen rasteten, verhandelten, zahlten Abgaben oder suchten Unterkunft. Die Donaugasse war dabei ein besonders lebendiger Teil dieses Geschehens. Sie gilt als ehemalige Schiffer- und Wirtsgasse – ein Ort, an dem jene einkehrten, die auf der Donau unterwegs waren und an der Vilshofener Mautstelle anlegen mussten.
Man kann sich gut vorstellen, wie es hier einst zuging: Ein Schiffer kommt nach langer Fahrt von der Donau herauf, die Kleidung noch feucht vom Wetter, das Tau über der Schulter, der Blick auf die Ladung gerichtet. Vielleicht wartet ein Zöllner bereits auf die Papiere, vielleicht ruft ein Wirt aus der Tür, dass es drinnen warm sei. Händler diskutieren über Preise, Knechte tragen Fässer und Säcke, irgendwo wird gelacht, irgendwo geschimpft – und über allem liegt der Geruch von Wasser, Holz, Pferden, Rauch und Küche.
Die Donaugasse war ein Ort, an dem die große Geschichte der Stadt ganz alltäglich wurde.
1300 – Maut, Grenze und Zoll in Vilshofen
Um 1300 musste in Vilshofen als bayerischer Grenzstadt zum Hochstift Passau zu Land und zu Wasser Maut bezahlt werden. Diese Funktion als Grenz- und Kontrollort wird mit dem Mauthaus von 1531 besonders greifbar. Dort wurden Reisende, Händler und Waren kontrolliert.
Die Donaugasse war damit nicht nur Durchgangsstraße, sondern auch ein Ort der Entscheidung: Wer durfte weiter? Was wurde eingeführt? Was musste bezahlt werden? Genau diese historische Spannung zwischen Bewegung, Kontrolle und Begegnung greift die Lichtkunst-Aktion „Zwischen Maut, Wasser und Erinnerung“ auf.
1595 – Hochwasser und die Macht der Donau
Neben Handel und Maut prägte vor allem das Wasser die Geschichte der Gasse. Die Donau brachte Leben, Arbeit und Wohlstand – aber auch Gefahr. Besonders eindrucksvoll ist die Erinnerung an das Hochwasser von 1595. Damals soll das Wasser rund 3,30 Meter hoch in der Stadt gestanden haben.
Eine Zahl, die man leicht überliest – bis man sie im Raum erlebt. Genau hier setzt die Lichtkunst an: Die historische Höhe wird sichtbar gemacht und verwandelt sich in eine leuchtende Linie über den Köpfen der Menschen.
Donaugasse Vilshofen: Geschichte als Erlebnisraum
So verbindet die Installation die poetische Kraft des Lichts mit den historischen Schichten der Donaugasse. Aus einer vertrauten Gasse wird ein Erfahrungsraum: ein Ort, an dem man durch Licht geht, Schatten wirft und für einen Moment Teil einer langen Stadtgeschichte wird.
„Zwischen Maut, Wasser und Erinnerung“ erzählt von Vilshofen nicht als abgeschlossenem Kapitel, sondern als lebendigem Zusammenhang. Die Donaugasse wird dabei zum Sinnbild einer Stadt, die seit 1250 Jahren von Menschen, Wegen, Wasser und Wandel geprägt ist.
Zwölf Lichtinstallationen – zwölf Monate – zwölf Kapitel einer Stadtgeschichte in Licht
Startseite 1250 Jahre Vilshofen an der Donau.
1. Januar – „Zahlenblume“ auf dem Stadtturm! Eine Projektion der Jubiläumszahlen als bunte, sich drehende Blüte.
2. Februar - „Zeittunnel“ - Die Vils als mystischer Lichtraum.
3. März - „Turm aus Licht und Erinnerung“ - Stadtpfarrkirche St. Johannes derTäufer
4. April - „Historisches Kino“ jeden Abend im April in der Donaugasse
6 und 7 Juni und Juli - Lasershow am Stadtplatz Vilshofen
8. August - "Lichter der Erntezeit" Lickunst auf dem Volksfest